Stornierungen im Krisenfall- Coronavirus

 

Stornierungen im Krisenfall

 

Beispiel Coronavirus: Dieses Recht gilt für Gastgeber

Darf ein Feriengast die Buchung einer

Ferienunterkunft kostenlos stornieren,

...wenn er aus allgemeiner Verunsiche­rung und Angst vor Ansteckung durch das Coronavirus nicht reisen möchte?

 

Nein. Grundsätzlich gilt: Verträge sind zu er­füllen. Die Übernachtung in einer Ferienunter­kunft ist in der Regel ein Mietverhältnis (in Ausnahmefällen gilt das Reiserecht). Solche Verträge sind nicht ordentlich kündbar, ein Wi­derrufsrecht gibt es nicht, ein Rücktrittsrecht grundsätzlich nur dann, wenn es vertraglich vereinbart ist. Der Mieter ist daher bei einer be­stätigten Buchung grundsätzlich zur Zahlung verpflichtet. Soweit vertraglich vereinbart, kann er gegebenenfalls gegen Gebühr stornieren.

 

...wenn die Unterkunft in einem Gebiet liegt, in dem mehrere Fälle von Coro­na-Erkrankungen bekannt geworden sind, ohne dass das Gebiet abgesperrt oder eine behördliche Warnung vor Reisen dorthin ausgesprochen wird?

 

Nein. Ist die Wohnung zugänglich und ohne Ge­sundheitsgefahren (die sich aus der Benutzung der Wohnung ergeben) bewohnbar, kann der Gast nicht oder nur gegen eine möglicherweise vertraglich vereinbarte Stornogebühr kündigen bzw. vom Vertrag zurücktreten.

...wenn die Unterkunft in einem Gebiet liegt, das aufgrund verstärkten Auf­tretens von Corona-Erkrankun­gen abgesperrt ist oder für das eine behördliche Warnung vorliegt?

Ja. Eine kostenlose Stornierung, aufgrund ei­nes außerordentlichen Kündigungsrechts aus wichtigem Grund (z. B. Gefährdung der Gesund­heit durch Benutzung der Wohnung/höherer Gewalt), ist dann denkbar, wenn die Wohnung nicht zugänglich ist (z. B. weil sie sich in einem abgesperrten Gebiet befindet) oder es in der Um­gebung der Wohnung zu einem erhöhten akuten Corona-Ausbruch kommt und das Gebiet von amtlicher Seite (z. B. Gesundheits- oder Innen­ministerien der Länder, Bundesministerien, Robert-Koch-Institut, örtliche Gesundheits­behörden) als Risikogebiet eingestuft wird. In diesem Fall wäre es für den Gast entweder nicht möglich oder nicht zumutbar anzureisen. Für den Gastgeber kommt unter Umständen eine Entschädigung nach dem Infektionsschutz­gesetz in Betracht, wenn behördliche Maßnah­men (z. B. Quarantäne) angeordnet wurden.

...wenn er am Coronavirus erkrankt ist?

Nein. Auch wenn der Feriengast (Mieter) per­sönlich verhindert ist, z. B. aufgrund einer Er­krankung (z. B. am Coronavirus), ist er zur Zahlung verpflichtet. Der Vermieter muss sich dann allerdings ersparte Aufwendungen (zum Beispiel durch Weitervermietung oder ersparte Betriebskosten) anrechnen lassen. Möglicher­weise kann sich der Gast die Kosten von einer Reiserücktrittsversicherung erstatten lassen.

...wenn die Unterkunft gebucht wurde, um z. B. eine Veranstaltung (z. B. Messe) zu besuchen, die aus Risikovorsorge gegen eine Corona-Epidemie abgesagt wurde?

Nein. Eine Stornierung wegen „Wegfalls der Geschäftsgrundlage“ kann im Regelfall nicht geltend gemacht werden, es sei denn, die Unter­kunft wurde explizit als Messeunterkunft (z. B. im Rahmen eines Pakets) angeboten.

Mögliche Kulanzregelung

Gegebenenfalls sollten Gastgeber abwägen, ob sie auf Zahlung bestehen oder dem Gast aus Ku­lanz und Gründen der Kundenbindung die Mög­lichkeit einer Umbuchung oder Stornierung gegen eine geringere Gebühr ermöglichen.

Dürfen Gastgeber

...Buchungsanfragen von Gästen ablehnen, die aus einer Region kommen, für die wegen des Coronavirus eine Reisewarnung des Auswärti­gen Amts vorliegt bzw. aus Regionen im Inland, die als Corona-Risikogebiet gelten?

 

Ja. Grundsätzlich besteht kein sogenannter Kon­trahierungszwang – Gastgeber sind also frei, sich ihren Vertragspartner auszusuchen. Bu­chungsanfragen müssen daher nicht bestätigt werden.

...Buchungen von Gästen im Nachhinein stor­nieren, wenn diese aus einer Coronavirus-Risi­koregion kommen?

Grundsätzlich gilt: Verträge sind zu erfüllen. Wenn der Gast aus einem Gebiet kommt, das nach Einschätzung der Behörden (siehe Einstu­fung des Robert-Koch-Instituts) als Risikogebiet gilt, der Gast selbst aber keine Anzeichen einer Erkrankung aufweist, dürfte dies als Kündi­gungsgrund nicht ausreichen.

Es gibt allerdings ein Recht zur außerordent­lichen Kündigung, wenn die Vertragsdurch­führung unzumutbar ist. Das ist dann denkbar, wenn ein Gast mit dem Coronavirus infiziert ist und dadurch die Gefahr der Ansteckung weite­rer Personen (Gastgeber oder Gäste) entsteht, oder wenn zu befürchten ist, dass die Unter­kunft infolge des Aufenthalts einer infizierten Person unter Quarantäne gestellt wird.

Weitere Informationen zur Gefährdungslage in Deutschland:

Robert Koch Institut

Bundesregierung

Bundesministerium für Gesundheit

Stand: 11. März 2020

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Inhalt und Text: DTV Deutscher Tourismusverband

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AGB Berglust Braunlage

  1. Der Berglust Braunlage - Ferienwohnung & Ferienhäuser (im Folgenden "Berglust Braunlage" genannt) schließt Mietverträge im Namen und in Vollmacht der Eigentümer ab (entsprechende Vollmachten können in der Vermietungsakte eingesehen werden).

    Wir selbst sind nur der Vermittler und vom Eigentümer bevollmächtigt, in seinem Namen und für seine Rechnung sämtliche im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis zweckmäßigen Erklärungen abzugeben und zu empfangen sowie Ihre Zahlungen entgegen zu nehmen. Für die Erfüllung der Vermieterpflichten haftet ausschließlich der Eigentümer, nicht wir als Vermittler.

  2. Der Vertrag bedarf der Schriftform. Der Vertrag kommt zustande durch Angebot und Annahme innerhalb der von Berglust Braunlage gesetzten Frist (es gilt das Datum des Poststempels). Für später eintreffende Mietverträge / Reservierungsbestätigung behält sich Berglust Braunlage ausdrücklich ein Rücktrittsrecht vom Vertrag vor.

  3. Kündigung des Mietvertrages
    1. Die Berglust Braunlage behält sich ein Rücktrittsrecht von dem Mietvertrag vor, für den Fall, dass die lt. Mietvertrag vereinbarte Anzahlung von dem Mieter nicht fristgemäß auf das Konto der Berglust Braunlage eingeht (Bankverbindung lt. Mietvertrag / Reservierungsbestätigung).

    2. Die Kündigung des Mietvertrages durch den Mieter muss schriftlich erfolgen. Die Berglust Braunlage berechnet dem Mieter im Falle einer Stornierung eine Pauschale zur Abgeltung des entstandenen Mehraufwandes in Höhe von Euro 25,- inkl. MwSt.

      Dem Mieter ist es gestattet nachzuweisen, dass die Berglust Braunlage Bearbeitungskosten von geringerer Höhe hatte. Zusätzlich muss der Mieter für den Schaden aufkommen, der dem Vermieter durch die Stornierung entsteht. Die Berglust Braunlage verpflichtet sich, unverzüglich nach Erhalt der Stornierung den Zeitraum neu zu vermieten. In diesem Fall entstehen dem Mieter keine weiteren Kosten außer der Bearbeitungsgebühr. Gelingt es nicht, den stornierten Zeitraum ganz oder teilweise weiterzuvermieten, berechnet die Berglust Braunlage dem Mieter eine Schadensersatzpauschale, die sich wie folgt zusammensetzt:

      Bei Stornierung des Mietvertrages im Zeitraum von bis 31 Tage vor Anreise wird keine Schadensersatzpauschale berechnet.

      Wird die Buchung im Zeitraum von 30 Tage bis zum Anreisetag storniert oder reist der Gast nicht an, wird eine Schadensersatzpauschale von 100 % der Mietkosten berechnet.

      Der Mieter kann bei Zustimmung der Berglust Braunlage einen Nachmieter besorgen, der die Rechte und Pflichten des Mietvertrages übernimmt. Die Berglust Braunlage empfiehlt deshalb den Abschluss einer Reiserücktrittversicherung.

  4. Den Schlüssel für das Ferienobjekt erhalten Sie im Büro der Berglust Braunlage , Elbingeröder Str. 14 in 38700 Braunlage; außerhalb der Bürozeiten nach Absprache mit unserem Büro gegen eine Servicegebühr.

    Das Ferienobjekt kann in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr bezogen werden. Eine Spätanreise kann gegen eine Gebühr realisiert werden.
  5. Endreinigung
    1. Die Endreinigung beinhaltet nicht die Reinigung des Geschirrs und die Entsorgung des Mülls. Dieses ist von jedem Mieter vor Abreise selbst zu erledigen. Sollten diese Vorgaben nicht eingehalten werden, behält sich die Berglust Braunlage die Geltendmachung zusätzlicher Reinigungskosten vor. Ebenso werden außergewöhnliche Verschmutzungen extra berechnet.
    2. Während des Aufenthaltes ist jeder Mieter verpflichtet, das Ferienhaus bzw. die Ferienwohnung selbst sauber zu halten und am Abreisetag besenrein zu übergeben. Die Endreinigung wird ausschließlich durch unser Personal durchgeführt. Leichte Arbeiten, wie Abwaschen, Betten be- und abziehen, Decken falten, Geschirrspüler ausräumen, Mülleimer leeren, sind vom Mieter selbst zu erledigen.
    3. Kinderbetten und Kinderhochstühle werden gegen Gebühr zur Verfügung gestellt. Da nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung steht, ist eine Bestellung erforderlich. Die Bestätigung erfolgt mit dem Mietvertrag, erst dann besteht ein Anspruch. Vor Anreise werden Kinderbett oder Hochstuhl durch die Berglust Braunlage in den Wohnungen bereitgestellt.

  6. Die im Vertrag angegebene Personenzahl ist bindend. Änderungen sind vor Anreise der Berglust Braunlage mitzuteilen und bedürfen der Zustimmung. Im Falle einer Zustimmung ist für jede weitere Person ein zusätzlicher Betrag zu zahlen. Die Höhe des Betrages ist abhängig von der Unterkunft und wird pro Person & Tag berechnent.

  7. Das Mitbringen von Tieren ist nur in den dafür angegebenen Wohnungen zugelassen. Hierfür berechnen wir eine einmalige Gebühr je Hund. Der Tierhalter ist verpflichtet, das Tier so zu beaufsichtigen, dass Wohnung, Inventar sowie Außenanlagen nicht beschmutzt bzw. beschädigt werden.Beschädigungen/Verunreinigungen sind sofort der Berglust Braunlage zu melden. Schäden oder Mehraufwand in der Reinigung stellt die Berglust Braunlage dem Mieter in Rechnung. Das Mitbringen von Tieren in nicht dafür angegebenen Wohnungen ist untersagt. Bei Verstoß stellt die Berglust Braunlage die Sonderreinigung mit 150,00€ in Ferienwohnungen und 250,00€ in Ferienhäusern dem Mieter in Rechnung.

  8. Alle unsere Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind Nichtraucherunterkünfte. Der Mieter verpflichtet sich, in der Wohnung nicht zu rauchen, das gilt auch für weitere Mitmieter und Besucher. Wird dennoch in den Unterkünften (auch Rauchen an den Fenstern) geraucht, stellt die Berglust Braunlage die Sonderreinigung mit 150,00€ in Ferienwohnungen und 250,00€ in Ferienhäusern dem Mieter in Rechnung.

  9. Garagen und Kfz-Stellplätze benutzt der Mieter auf eigene Gefahr. Der Eigentümer übernimmt bei Beschädigung durch Dritte keine Haftung, ansonsten haftet er lediglich im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

  10. Handtücher und Bettwäsche sind in der Wohnung nur vorhanden, wenn dies im Inserat ausdrücklich ausgewiesen wird. Der Mieter kann auf Wunsch Wäschepakete von der Berglust Braunlage gegen Aufpreis ausleihen. Ein komplettes Wäschepaket pro Person umfasst:1 Set Bettwäsche mit Laken, 1 Duschtuch, 1 Handtuch und 1 Duschvorleger sowie ein 1 Geschirrtuch.

  11. Sollten sich wider Erwarten Mängel am Mietobjekt während der Mietdauer zeigen, die die Nutzung der Wohnung oder des Inventars beeinträchtigen, so ist der Mieter verpflichtet, diese unverzüglich gegenüber der Berglust Braunlage anzuzeigen, damit Abhilfe geschaffen werden kann. Am Anreisetag übernimmt der Mieter die Inventarprüfung. Defekte/Verluste müssen nach Bezug des Appartements innerhalb von 24 h an die Berglust Braunlage gemeldet werden.

  12. Der Mieter ist verpflichtet, das Appartement und dessen Einrichtungen pfleglich zu behandeln und alle während seiner Mietzeit entstandenen Schäden in der Wohnung und an den dazugehörigen Außenanlagen zu ersetzen. Eltern haften für ihre Kinder. Der Eigentümer/Vermieter haftet nicht für die vom Mieter in die Wohnung eingebrachten Sachen.

  13. Die Hausordnung des Hauses bzw. der gemieteten Wohnung ist Gegenstand des Vertrages und vom Mieter einzuhalten. Die Hausordnung liegt in der Wohnung oder im Treppenhaus aus.

  14. Mehrere Personen als Mieter haften für alle Verpflichtungen aus diesem Vertrag als Gesamtschuldner.

  15. Dem Vermieter oder seinem Beauftragten ist grundsätzlich bei Gefahr oder zur Schadensvermeidung, Wartungs- oder Ablesetätigkeit, Balkonpflanzen- oder Grünpflanzenpflege der Zutritt zur Wohnung zu gewähren.

  16. Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen bedürfen für ihre Wirksamkeit der Schriftform.

  17. Der Vertrag als Ganzes bleibt gültig, auch wenn eine Klausel unwirksam sein sollte.

  18. Der Gerichtsstand für beide Teile ist in Goslar (soweit gesetzlich zugelassen).

Version 02.2020

Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Appartements im Harz

Unsere Spektrum an Unterkünfte ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und umfasst nun Ferienobjekte von 1 bis 4 Sternen in den verschiedensten Lagen von Braunlage und Umgebung. Alle Unterkünfte sind ganz individuell eingerichtet und werden ständig an das aktuelle Niveau angepasst.

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